Die Rhumequelle: türkisfarbenes Wasser aus dem Karst
Die Rhumequelle liegt zwischen Pöhlde und Rhumspringe im Landkreis Göttingen und ist eine Karstquelle, aus der laut Wikipedia zwischen 900 und 5.500 Liter Wasser pro Sekunde austreten, im Mittel etwa 2.500 Liter. Vom Parkplatz an der Landesstraße sind es rund 100 m zu Fuß bis zum Quelltopf mit seinem türkisfarbenen Wasser.
Was ist die Rhumequelle?
Die Rhumequelle ist der Ursprung der Rhume, eines Flusses im südlichen Niedersachsen. Sie ist eine Karstquelle: Das Wasser, das hier zutage tritt, stammt zu einem großen Teil aus Oder und Sieber, die im Südharz in den durchlässigen Gips- und Kalkgesteinen versickern und unterirdisch weiterfließen. An der Rhumequelle kommt es wieder an die Oberfläche.
Laut Wikipedia gehört sie mit einer mittleren Schüttung von etwa 2.500 Litern pro Sekunde zu den stärksten Quellen Deutschlands. Der Harzer Tourismusverband nennt sie die größte Quelle Norddeutschlands und rechnet vor, dass täglich rund 215.000 m³ Wasser austreten. Mit dem Wasser verlassen jedes Jahr etwa 40.000 Tonnen Gips und 17.000 Tonnen Kalk gelöst den Südharz. Der Untergrund verändert sich also ständig, auch wenn man davon an der ruhigen Wasserfläche nichts sieht. Die Schüttung schwankt deutlich, zwischen den genannten 900 und 5.500 Litern pro Sekunde liegt mehr als das Fünffache.
Wie sieht die Quelle aus?
Der Hauptquelltopf hat laut Wikipedia einen Durchmesser von etwa 20 m, ist rund 9 m tief und trichterförmig. Seine Fläche beträgt etwa 500 m². Das Wasser schimmert grünlich blau bis türkis. Die Temperatur bleibt das ganze Jahr über zwischen 8 und 9 °C, deshalb friert die Quelle auch im Winter nicht zu.
Die Quelle liegt auf etwa 160 m Höhe. Sie ist als Naturdenkmal geschützt und Teil eines Naturschutzgebiets. 2006 wurde sie in die Liste der 77 Nationalen Geotope Deutschlands aufgenommen. Seit 1978 wird etwa ein Prozent des Wassers für die Trinkwasserversorgung von rund 15.000 Menschen genutzt.
Wie kommen Sie zur Rhumequelle?
Die Quelle liegt zwischen den Orten Pöhlde und Rhumspringe. Laut Wikipedia führt ein Fußweg von etwa 100 m vom Parkplatz an der Landesstraße L 530 zum Quelltopf. Der Harzer Tourismusverband gibt als Startpunkt seines Rundwegs den Parkplatz an der Rhumequelle an der Herzberger Straße an. Eintrittspreise nennen weder Wikipedia noch der Tourismusverband.
Eine Fahrzeit von Seeburg nennen die Quellen nicht. Planen Sie die Strecke am besten mit Ihrem Navigationsgerät oder kombinieren Sie die Fahrt mit einem Ausflug in Richtung Südharz. Die Gemeinde Seeburg zählt die Rhumequelle auf ihrer Seite zur Barrierefreiheit zu den Zielen in der Region, die auch für Menschen mit Einschränkung zugänglich sind. Wie der Weg genau beschaffen ist, sehen Sie sich im Zweifel vorab auf Fotos oder Karten an.
Welche Wanderung lohnt sich an der Rhumequelle?
Der Harzer Tourismusverband beschreibt eine Rundwanderung „Zwischen Pöhlde und Rhumequelle“ mit diesen Eckdaten:
- Länge 6,96 km
- Gehzeit etwa 2 Stunden
- 136 m Anstieg und Abstieg
- Schwierigkeit leicht
- Start und Ziel am Parkplatz der Rhumequelle
Die Runde verläuft über das Karstgebiet, unter dem das Wasser zur Quelle fließt. Unterwegs liegen das Naturschutzgebiet Schwimmende Insel, ein tiefer Erdfall mit einem verlandeten Teich, und mit einem kurzen Abstecher die mittelalterliche Anlage König Heinrichs Vogelherd. Ein Teil des Rückwegs führt über eine alte Bahntrasse, die zum Rad- und Wanderweg ausgebaut wurde.
Die Rhumequelle liegt außerdem am Karstwanderweg, einem Fernwanderweg durch die Gipskarstlandschaft am Südharz. Die Gemeinde Seeburg verweist auf ihrer Seite zu Naturerlebnissen auf diesen Weg und auf die Gipskarstlandschaft Hainholz mit Erdfällen, Dolinen und Höhlen.
Was gibt es entlang der Rhume und im Gipskarst noch zu sehen?
Die Gemeinde Seeburg stellt auf ihrer Seite zu Naturerlebnissen zwei Schutzgebiete vor, die zur Rhumequelle passen. Das erste ist die Gipskarstlandschaft Hainholz mit rund 640 ha. Dort sehen Sie, was unter der Rhumequelle passiert, nur an der Oberfläche: Erdfälle, Dolinen, Bachschwinden, in denen ein Bach im Boden verschwindet, Höhlen und Karstkegel.
Das zweite ist das Naturschutzgebiet Rhumeaue, Ellerniederung und Gillersheimer Bachtal mit etwa 930 ha zwischen Katlenburg und Brochthausen. Es schützt die Bachläufe und Talauen der drei Gewässer als naturnahen Lebensraum. Die Gemeinde nennt dort unter anderem Eisvogel, Nilgans, Knoblauchkröte, Kreuzkröte und Fischotter. Auf der Rhume sind nach Angaben der Gemeinde auch Touren mit Kanu und Kajak möglich; wer paddeln möchte, informiert sich vorab über Anbieter und Regeln im Schutzgebiet.
So entsteht ein Ausflugstag entlang des Wassers: morgens an der Quelle, mittags auf der Karstrunde, nachmittags an der Rhumeaue.
Was hat die Rhume mit dem Seeburger See zu tun?
Der Seeburger See wird von der Aue gespeist, die ihn auch wieder verlässt. Laut Wikipedia fließt sie in die Suhle und diese in die Rhume. Das Wasser, das an unserem See vorbeizieht, landet also im selben Fluss, der an der Rhumequelle beginnt.
Auch die Entstehung ist verwandt. Der Seeburger See ist vor etwa 10.000 Jahren durch einen Erdfall über einem ausgelaugten Salzlager entstanden. An der Rhumequelle ist es Gips und Kalk, den das Wasser aus dem Untergrund löst. In beiden Fällen formt gelöstes Gestein die Landschaft. Wer den Rundweg um den Seeburger See gegangen ist, erkennt an der Rhumequelle das zweite Kapitel derselben Geschichte.
Womit lässt sich der Ausflug verbinden?
Nahe liegt eine Kombination mit Zielen am Südharz. Die Einhornhöhle bei Scharzfeld ist laut Wikipedia rund 700 m lang, auf Führungen sehen Sie etwa 270 m davon; sie ist rollstuhlgerecht und Teil des UNESCO-Geoparks. Mehr Ideen für Höhlen und Museen stehen im Ratgeber Ausflüge bei Regen. Wer lieber höher hinaus will, fährt weiter in den Harz, siehe Wanderung auf den Brocken.
Abends zurück in Seeburg sitzen Sie im Garten an unserem eigenen kleinen Gewässer, dem Koiteich. Freie Termine erfragen Sie über die Anfrage.
Fragen und Antworten
Wo liegt die Rhumequelle?
Zwischen Pöhlde und Rhumspringe im Landkreis Göttingen. Vom Parkplatz an der Landesstraße L 530 sind es rund 100 m zu Fuß.
Wie viel Wasser kommt aus der Rhumequelle?
Laut Wikipedia zwischen 900 und 5.500 Liter pro Sekunde, im Mittel etwa 2.500 Liter.
Wie kalt ist das Wasser der Rhumequelle?
Das Wasser hat das ganze Jahr über 8 bis 9 °C, deshalb friert die Quelle im Winter nicht zu.
Gibt es einen Wanderweg an der Rhumequelle?
Ja. Der Harzer Tourismusverband beschreibt eine leichte Runde von 6,96 km mit etwa 2 Stunden Gehzeit, Start am Parkplatz der Rhumequelle.
Quellen
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